Ernährung bei Lactoseintoleranz – Milchzuckerunverträglichkeit
Milch und Milchprodukte sollten in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung nicht fehlen. Das in Milch und deren Produkten enthaltene Eiweiß ist von einer hohen biologischen Wertigkeit, das heißt für unseren Körper optimal verwertbar. Außerdem liefern diese Nahrungsmittel reichlich Calcium, das für den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für die Blutgerinnung, Muskelkontraktion und Erregungsweiterleitung benötigt wird.
Lactoseintoleranz ist keine Allergie
Die Milchzuckerunverträglichkeit ist im Prinzip eine harmlose Störung, mit der sich gut leben lässt, wenn man über die Ursachen, Folgen und die Diät gut Bescheid weiß.
Dieser Enzymmangel tritt häufig erst im zweiten bzw. dritten Lebensdezenium auf.
Wie macht sich die Laktose-Intoleranz bemerkbar?
Nach Aufnahme von Speisen oder Getränken, die Milchzucker enthalten treten folgende Symptome auf:
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Knurren und Unruhe im Magen
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Blähungen
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Chronischer Durchfall
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Bauchkoliken
Die Ursache liegt in einer Unverträglichkeit gegenüber dem Milchzucker (Lactose),
da dieser aufgrund eines Enzymmangels (Lactasemangel) nicht vollständig verdaut werden kann.Dieser Lactasemangel kann viele Ursachen haben
und ist nicht heilbar.
da dieser aufgrund eines Enzymmangels (Lactasemangel) nicht vollständig verdaut werden kann.Dieser Lactasemangel kann viele Ursachen haben
und ist nicht heilbar.
Der primäre Lactasemangel ist die häufigste Form der Milchzuckerunverträglichkeit und ist erblich bedingt. Er tritt im Erwachsenenalter auf. Eine Abnahme der
Enzymaktivität mit zunehmenden Alter ist ein ganz normaler physiologischer Prozess. Senioren vertragen daher generell Milch und Milchprodukte schlechter als Junge.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Ausmaß einer Lactoseintoleranz,
d.h. die Schwere der Symptomatik von der individuellen Verträglichkeit,
der zugeführten Lactose- menge und der Natur des lactosehaltigen Nahrungsmittels abhängt.
Eine Mehrheit der Patienten mit einer Lactoseintoleranz
kann geringe Lactosemengen (bis zu ¼ l Milch am Tag) vertragen.
Im Alltag erscheint eine Reduktion des Lactosegehaltes in Vollmilch um 50% ausreichend zu sein, um die Intoleranzsymptomatik zu verhindern.
Eine vollständige lactosefreie Diät ist selten erforderlich.
Milchzuckerarm essen - die laktosearme Kost
Beachten Sie bitte, dass der Fettgehalt der Milch und der Milchprodukte keine Rolle spielt. Fettarme Milchprodukte sind nicht leichter verdaulich.
Gesäuerte Milchprodukte (z.B. Joghurt) haben in der Regel einen hohen Gehalt an mikrobieller Lactase, sie sind daher lactosearm und werden von vielen Patienten gut vertragen.
Bei Käse gilt: Je fortgeschrittener der Reifungsprozess, desto weniger Lactose ist enthalten, und somit werden solche Käsesorten auch besser vertragen.
Einige Gemüsesorten (Brokkoli, Grünkohl, Lauch/Porree, Sojabohnen, Spinat) haben einen relativ hohen Gehalt an Calcium und sollten daher bevorzugt verzehrt werden, um den täglichen Calciumbedarf mit abzudecken.
(Achtung: für Patienten mit gerinnungshemmender Therapie – Verbotenes Gemüse Broccoli, Kohl, Kraut).
Doch so einfach das in der Theorie klingt, so schwierig kann dann der Alltag sein. Milch und Milchzucker ist in vielen Lebensmitteln und Gerichten enthalten, oft ohne dass Sie das vermuten.
Um eine laktosefreie Kost zu garantieren, kochen Sie am besten selber und wählen Sie bei Fertigprodukten wie Soßen oder Würzmittel genau aus. Achten Sie bei verpackten Lebensmitteln auf die Zutatenliste. Ist dort Laktose, Milchzucker, Milchpulver oder Trockenmilch genannt, dann ist das Lebensmittel ungeeignet.
Um eine laktosefreie Kost zu garantieren, kochen Sie am besten selber und wählen Sie bei Fertigprodukten wie Soßen oder Würzmittel genau aus. Achten Sie bei verpackten Lebensmitteln auf die Zutatenliste. Ist dort Laktose, Milchzucker, Milchpulver oder Trockenmilch genannt, dann ist das Lebensmittel ungeeignet.
Seit November 2005 muss Laktose immer gekennzeichnet werden. Im Einzelfall geben Hersteller Listen mit ihren laktosefreien Produkte heraus.
Wie viel Mengen Milchzucker jeder Patient verträgt, hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab und muss individuell ausgetestet werden. Nur in seltenen Fällen treten Beschwerden bereits bei sehr geringen Mengen Milchzucker auf (unter 3 Gramm).
In der Regel werden Lebensmittel mit geringem Milchzuckergehalt, wenn sie in kleinen Mengen verzehrt werden, gut vertragen.
Beschwerden treten meist erst oberhalb von 10 Gramm Milchzucker auf.
Um die tolerierbare Menge an Milchzucker herauszufinden, bietet es
sich an, über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen eine milchzuckerfreie
Kost einzuhalten.
In der Regel werden Lebensmittel mit geringem Milchzuckergehalt, wenn sie in kleinen Mengen verzehrt werden, gut vertragen.
Beschwerden treten meist erst oberhalb von 10 Gramm Milchzucker auf.
Um die tolerierbare Menge an Milchzucker herauszufinden, bietet es
sich an, über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen eine milchzuckerfreie
Kost einzuhalten.
Bei Medikamenten wird Milchzucker häufig als Trägersubstanz eingesetzt. Sie sollten die Verpackungshinweise studieren oder sich bei Ihrem Apotheker erkundigen und eventuell auf andere Präparate umsteigen.
Der Lactosegehalt kann in 4 Gruppen eingeteilt werden:
1. Lactosefrei
Alle Lebensmittel die keinerlei Milch und Milchprodukte enthalten, sind lactosefrei: Fleisch, Fisch natur, Kartoffeln, Reis, Polenta, sämtliche Getreidesorten, die meisten Nudeln, Ei, Gemüse natur, Obst, Marmeladen, alle Pflanzenöle, milchfreie Margarine, milchfreie Getränke wie Kaffee, Tee, Verdünnungssirups, etc.
2. Fast lactosefrei (unter 1g Lactose/100g)
Butter, Butterschmalz sowie alle Hart- und Schnittkäsesorten und fast alle Weichkäsesorten sind fast immer verträglich, da ein Großteil des Milchzuckers in der Buttermilch bzw. in der Molke zurückbleibt und der verbleibende Milchzucker beim Käse großteils während des Reifeprozesses abgebaut wird. Ausnahme: Molkenkäse und einige Schmelzkäse mit Zusatz von Milchpulver (=Eckerl-Käse)
3. Mittlerer Lactosegehalt (1-4,5g Lactose/100g)
Bei dieser Gruppe kann es sehr große Unterschiede in der Verträglichkeit geben – abhängig von der individuellen Lactosetoleranz, der verzehrten Menge, aber auch vom Reifegrad gesäuerter Milchprodukte.
Topfen und Hüttenkäse und die meisten Frischkäsezubereitungen sind meist relativ gut verträglich, da bei ihrer Herstellung die Molke entfernt wurde und oft nur kleinere Mengen in Kombination mit anderen Lebensmitteln verzehrt werden (z.B. als Brotaufstrich).
Topfen und Hüttenkäse und die meisten Frischkäsezubereitungen sind meist relativ gut verträglich, da bei ihrer Herstellung die Molke entfernt wurde und oft nur kleinere Mengen in Kombination mit anderen Lebensmitteln verzehrt werden (z.B. als Brotaufstrich).
Achtung: bei manchen Frischkäsezubereitungen wird Milchpulver zugesetzt, um die Cremigkeit zu erhöhen – Lesen Sie deshalb die Zutatenliste.
Sauerrahm und Creme Frâiche gehören ebenfalls zu dieser Gruppe und sind, da sie meist nur in kleinen Mengen verwendet werden (z.B. in Saucen) relativ gut verträglich.
Joghurts-, Butter- oder Sauermilch, Acidophilusmilch und Kefir gehören zu den gesäuerten Milchprodukten, die bei leichter Lactoseintoleranz in kleineren Mengen (z.B. ½ Becher) noch toleriert werden, da der Milchzucker durch die zugesetzten Milchsäurebakterien teilweise abgebaut wird. Der Milchzuckergehalt ist demnach in älteren, reiferen Joghurts geringer.
Sahne und Rahm enthalten etwas geringere Mengen Milchzucker verglichen mit Milch. In leichten Fällen von Lactoseintoleranz können kleine Mengen Sahne als Milchersatz verträglich sein.
Sahne und Rahm enthalten etwas geringere Mengen Milchzucker verglichen mit Milch. In leichten Fällen von Lactoseintoleranz können kleine Mengen Sahne als Milchersatz verträglich sein.
4. Lactosereich (über 4,5g Lactose/100g)
Milch, Molke, Kakao, Kondensmilch, Kaffeesahne sowie Mehl- und Süßspeisen, die mit Milch zubereitet werden sind sehr milchzuckerreich. Aber auch in Fertigprodukten können beträchtliche Mengen Milch enthalten sein, die sich hinter Bezeichnungen, wie Molkepulver, (mager-) Milchpulver, Sahne, Milcheiweiß usw. verstecken.
Zum Backen sind geeignet
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Soja-, Kokos- oder Mandelmilch (aus Mandelmus und Wasser),
Reis- oder Hafermilch (Bioläden, etwas teurer), -
Orangensaft (lecker zum Beispiel in Muffins),
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Bananenpüree, Mineralwasser mit Kohlensäure (für Rührteig).
Lactasepräparate
Lactasepräparate sind vor allem unter dem Aspekt von Vorteil, dass Milchzucker vielen Produkten zugesetzt ist, wo man es nicht vermuten würde.


