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Allgemeiner Ernährungsplan bei Durchfällen

Was ist Durchfall?

Durchfall (Diarrhoe) ist eine Erkrankung, bei der infolge eines gestörten Flüssigkeitsgleichgewichtes im Darm häufiger, dünnflüssiger Stuhlgang auftritt. Normalerweise wird von den beinahe 10 Liter Flüssigkeit, die jeden Tag den Magen- Darm-Kanal passieren, der überwiegende Teil dem Darminhalt zusammen mit Nährstoffen und Salzen wieder entzogen.

Bei Durchfall ist die Rückresorption gestört.

In schweren Fällen verliert der Körper große Mengen Wasser und dementsprechend viele Mineralstoffe, die normalerweise den Salz- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers aufrecht erhalten.


Säuglinge und Kleinkinder mit flüssigem Durchfall – hier besteht durch Elektrolyt- (Salzverluste) unter Umständen Lebensgefahr durch Austrocknung. Das Aufsuchen eines Arztes ist unumgänglich!


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt folgende Zutaten mit einem Liter Wasser zu mischen: 4 nicht gehäufte Teelöffel Zucker, ¾ Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Bicarbonat/Soda,
1 Becher Orangensaft.
Wer kein Bicarbonat zu Hand hat, verzichtet einfach darauf.


Ungeeignet ist dagegen die Kombination Cola und Salzstangen, da Zucker und Salz selten im richtigen Verhältnis aufgenommen werden.


Ernährungsplan:

Erster Tag:
2 bis 3 Liter Flüssigkeit in Form von Getränken zur Salz- und Flüssigkeitsergänzung,
dazu Kamillen-, Fenchel- und Pfefferminztee nach belieben.

Zweiter Tag:
2 bis 3 Liter Getränke und Apfelmus / Bananenmus / Karottensuppe und Kamillen-,
Fenchel- und Pfefferminztee.

Dritter Tag:
2 bis 3 Liter Getränke und Reisschleimkost, Apfelmus / Bananenmus / Karottensuppe,
bei Appetit auch Zwieback und andere leichte Reis-, Kartoffel- und Gemüsegerichte.

Vierter Tag:
Ballaststoffarme Kost mit leicht verdaulichen Fett:
Als Lebensmittel werden Magerquark, weich gekochte Eier,
mageres Kalbfleisch, mageres Geflügel, gekochter Fisch,
Grieß, feine Teigwaren, Reis, Zwieback, Toast, Weißbrot,
Butterkekse, Kartoffelpüree,
leicht verdauliches püriertes Gemüse (wie Karotten, Spinat usw.) empfohlen.
Für die Zubereitung von Speisen können Butter,
Diätmargarine und Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl und
Maiskeimöl verwendet werden. Die Nahrungsaufnahme ist
auf viele kleine Portionen über den Tag zu verteilen.
Darüber hinaus ist die erhöhte Trinkmenge beizubehalten
mit Kamillen-, Fenchel- und Pfefferminztee.
(Quelle:Richtig Essen - Institut, 1998)


Ein bewährtes Hausmittel ist die Karottensuppe:

Sie benötigen 500 g geputzte Karotten, zerkleinern und anschließend mit ausreichend Wasser 45 Minuten kochen lassen, bis nur mehr 200 ml überbleiben. Diese Masse pürieren, mit 1 Liter Rindsuppe und 4 – 5 g Kochsalz fertig stellen und über den Tag verteilt essen.